Texte
Die Besetzung mit Klavier, Geige, Bratsche, Cello und Kontrabass ist nicht sehr verbreitet. Dieselbe Besetzung findet man zu dieser Zeit auch noch bei Johann Nepomuk Hummels "Grande Quintuor" Es-Dur op. 87.
Der Kontrabass liefert in diesem Quintett (Schubert) sowohl das Fundament wie auch rhythmische Akzente.
Entstanden ist das Forellenquintett 1819 in den Sommerferien in Steyr in Österreich. Schubert logierte damals im Hause eines Albert Stadlers und verkehrte mit dem reichen Amateur-Cellisten Silvester Paumgartner. Das Lied von der Forelle wünschte sich Paumgartner als Hauptmelodie.
Albert Stadler schrieb später an den Schubert Forscher Ferdinand Luib: "Schuberts Quintuor für Pianoforte, Violine, Viola, Cello und Kontrabaß mit den Variationen über seine "Forelle" ist Ihnen wahrscheinlich bekannt. Er schrieb es auf besonderes Ersuchen meines Freundes Silvester Paumgartner, der über das köstliche Liedchen ganz entzückt war. Das Quintuor hatte nach seinem Wunsche die Gliederung und Instrumentierung des damals noch neuen Hummelschen Quintettes, recte Septuors, zu erhalten. Schubert war damit bald fertig, die Sparte behielt er selbst..."
Das Forellenquintett ist bestimmt eines von Schuberts heitersten Stücken, das nur gelegentlich von den so typisch Schubertschen Moll- Einsätzen etwas getrübt wird.
Die fünf Sätze sind:
- Allegro vivace: Volksliedhaft, anmutig, schön sind die musikalischen Themata in diesem
ersten Satz.
- Andante: Viele Melodien und chromatische Modulationen prägen diesen Satz.
- Scherzo. Presto: Hier wird getanzt, mitreissend und beschwingt.
- Tema con variazioni: Die Forelle als Thema wird durchgespielt, gegen Schluss kommen noch die
charakteristischen Begleitakkorde des Klaviers (aus der Forelle) dazu.
- Allegro giusto: Dieser letzte Satz ist so richtig im Volkston gehalten und hört
einfach auf, obwohl er eigentlich ein perpetuum mobile sein sollte.
Beat Bucher
Schubert: Forellenquintett - Einspielungsvergleich
Franz Schubert
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